Arbeiten Sie in den Workshops direkt mit

Sie haben verschiedene Möglichkeiten, sich an der Entwicklung der Neugasse Zürich zu beteiligen. Sie bringen Ihre Hinweise und Ideen auf neugasse-zuerich.ch/mitmachen ein – oder Sie nehmen direkt an den Workshops vor Ort teil.

Zwischen März und November 2017 führt die SBB fünf Workshops durch. Die Workshops stehen allen Interessierten offen. Nehmen auch Sie teil. In Grossgruppen und Ateliersituationen erarbeiten Sie zusammen mit Planern und Experten ein städtebauliches Entwicklungskonzept für das Areal Neugasse. Die Ergebnisse der Workshops können Sie immer auch online verfolgen und kommentieren.

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Idealerweise nehmen Sie an allen Workshops teil. So haben Sie die Möglichkeit, die Anforderungen an das Areal zu formulieren, Entwicklungsbilder und Leitideen zu entwerfen und am Entwicklungskonzept mitzuarbeiten. Selbstverständlich ist auch die Teilnahme an einzelnen Workshops möglich.

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Durchführungsort: wird mit der Anmeldebestätigung bekannt gegeben.

Gut 200 Interessierte sind in der Halle Q der SBB-Werkstätte zusammengekommen.

Stadtrat André Odermatt richtet ein Grusswort an die Teilnehmenden.

In Gruppenarbeiten werden gemeinsame Vorstellungen und Anforderungen erarbeitet.



Sammeln

Rund 180 Interessierte wurden von Stadtrat André Odermatt und Alexander Muhm, Leiter Development SBB Immobilien, zum ersten moderierten Grossgruppen-Workshop begrüsst.

«Was ist Ihr Bild vom neuen Stück Stadt im Jahr 2027?» – so lautete die Einstiegsfrage der ersten Gruppenarbeit. Anschliessend erarbeiteten die Teilnehmenden gemeinsame Vorstellungen und Anforderungen an die künftige Neugasse Zürich.

Sehen Sie alle Ergebnisse im Überblick

 

Das Projektteam hat daraus folgende vier Entwicklungsrichtungen formuliert:

 

A: Höhenspiel mit grosszügigem Freiraum 
Die Bebauung ist städtisch dicht, mit hohen Häusern und grosszügigen Frei- und Grünräumen. Das Areal der Eisenbahner Baugenossenschaft Dreispitz ist Teil der Planung. Die Frei- und Grünflächen erinnern an Wald und verschlungene Wildnis. Auf Stadtniveau sind die Freiflächen öffentlich und – wie eine Allmend – nicht den einzelnen Gebäuden zugeordnet. Sie lassen sich aber durch die Bewohnerschaft einfach aneignen und nutzen.
Die Gebäude sind sechs bis zehn Stockwerke hoch, einzelne Häuser sind auch höher. Ihre Anordnung erlaubt Durchblicke von der Josefwiese bis zum Gleisraum. Im Erdgeschoss wird nicht gewohnt. Dort befinden sich öffentliche Nutzungen.
Grün und die Möglichkeit der Begegnung kennzeichnen die Hochhäuser: Sie haben gemeinschaftlich nutzbare Flächen auf verschiedenen Höhen, vertikale Gärten und begrünte, gut nutzbare Dachflächen, die mit Brücken verbunden sind.
Das Zusammenleben ist entspannt. Man ist offen füreinander und lässt sich gegenseitig leben. «Nachbarschaft» ist jedoch nicht das ausdrückliche Prinzip. Der Grad der Öffentlichkeit wechselt in den Gebäuden. Ist das Leben im Erdgeschoss städtisch-öffentlich, so werden die Nutzungen mit der Höhe privater.
Bei der Mobilität liegt der Fokus auf dem Langsamverkehr und dem autoarmen Wohnen. Parkiert wird in der Tiefgarage. Und es hat eine Veloschnellroute.

 

B: Das Quartier weiterweben 
Das Areal Neugasse wird mit dem Quartier auf allen Ebenen verwoben und schreibt die Umgebung weiter, baulich und in seiner Ausstrahlung. Auch die bestehenden Strassen und Wege gehen direkt ins neue Stück Stadt über.
Die kleingliedrige Baustruktur wird weitergeführt, wobei auf vielfältige Stimmungen geachtet wird. Es entstehen spannungsvolle Volumen, die durchaus Akzente setzen, ohne dass Monolithe herausstechen. Prägend sind Blockränder mit Höfen, Strassenräume mit Stadtplätzen und ein städtischer Ausdruck auf EG-Ebene.
Neuer Orientierungsort ist ein gut erreichbarer Platz als Ergänzung zur Josefwiese und zum Viadukt. Läden für den lokalen Bedarf und Kleingewerbe liegen an der neuen Quartierpiazza oder dem Mini-Sechseläuteplatz. Sie sind ein Merkmal des neuen Stücks Stadt und machen den Platz zum Anziehungspunkt für das ganze Quartier. Dafür sorgen auch neue Infrastrukturangebote (z. B. Schule, Badeanlage).
Die neue Nachbarschaft vernetzt sich sozial und kulturell mit dem bestehenden Kreis 5. Hier wohnen Menschen aus ganz unterschiedlichen Milieus, und viele arbeiten auch im Quartier.
Das Areal ist für Autos erschlossen, und man kann auf dem Areal auch parkieren. Aber nur wenige Leute, die hier wohnen und arbeiten, besitzen ein Auto.

 

C: Alt und Neu spannen zusammen 
Das Areal Neugasse wandelt sich in mehreren Etappen von einem Industriestandort zu einem offenen Lebensort.
Die neue Bebauung des Areals geht vom Bestand aus. Deren Potenziale werden integriert. Die bestehenden Gebäude und Hallen werden um- und weitergebaut, zerschnitten, aufgestockt und wenn nötig abgebrochen. So entsteht eine stimmungsvolle, organische Mischung aus Alt und Neu.
Die Ausstattung und Nutzung der (hybriden) Gebäude können sich ändern und bieten Platz für vielfältige Wohnformen und eine lebhafte Stadtkultur. Ein Merkmal der Entwicklung sind Zwischennutzungen und ein hoher Anteil an Räumen ohne kommerzielle Wertschöpfung und mit geringer Rentabilität.
Die Leute, die hier wohnen, legen Wert auf Gemeinschaftlichkeit, Mitsprache und Selbstgestaltung. Es gibt wenig individuelle Flächen, besonders in den Erdgeschossen. Diese sind durch Läden, gemeinschaftliche Flächen und öffentliche Nutzungen belebt. In den Erdgeschossen wird gearbeitet und gewohnt. Eine selbstorganisierte Markthalle versorgt die Bewohnerinnen und Bewohner mit den Gütern des täglichen Gebrauchs und ist Anziehungspunkt für Leute aus der näheren und weiteren Umgebung.
Das Areal ist autofrei, die Wegstruktur durchlässig und auf zu Fuss Gehende und den Fahrradverkehr ausgerichtet.

 

D: Grosse Häuser, enge Gassen, weite Blicke 
Ein Netz aus Strassen, Gassen, Plätzen und Grünflächen bestimmt die Bebauung und schafft spannungsvolle Kontraste von Weite und räumlicher Enge. Ankerpunkt des Freiraumnetzes ist der Gleisuferweg mit öffentlichen Terrassen und einem Gleispark.
Die Gebäude sind gross und massiv. Sie unterscheiden sich in Höhe und Ausdruck. Sie bilden keine zusammenhängende Überbauung. Alle Häuser haben ein Sockelgeschoss mit öffentlichen Nutzungen und gut nutzbare Dachflächen.
Es hat unterschiedliche öffentliche Frei- und Grünräume. Diese erfüllen, den Gebäuden zugeordnet, auch private Ansprüche und werden von der Bewohnerschaft gestaltet. Fussgängerinnen und Fussgänger finden viele Wege durch das Areal.
In den Gebäuden gibt es Wohnungen für alle sozialen Gruppen, Alterskategorien und Wohnformen. Bezeichnend ist, dass Wohnen und Arbeiten nahe beieinander liegen, da die Gebäude im Sockel nicht nur Läden, sondern auch Raum für Büros und soziale Infrastruktur (Kitas, Gemeinschaftszentrum) bieten. Übrigens: Hier ist Teilen Prinzip. Der Einsatz neuer Technologien in den Siedlungen unterstützt die Möglichkeit des einfachen Austauschs.

120 Interessierte haben an den zwei Tagen im Planungsatelier mitgearbeitet.

Vier detailgetreue Modelle im Massstab 1:200 standen als Bausatz zur Verfügung.

Im Dialog mit Expertinnen und Experten haben die Teilnehmenden die Entwicklungsbilder entworfen.

Jung und Alt, Anwohnende und Auswärtige haben sich engagiert und ihre Ideen präsentiert.



Kreieren

An zwei Tagen haben je 60 Teilnehmende im Planungsatelier mit Hilfe von Plänen, Modellen und Skizzen Entwicklungsbilder für das Areal Neugasse erarbeitet. Dabei sind sie von vier unterschiedlichen Entwicklungsrichtungen ausgegangen: «Höhenspiel mit grosszügigem Freiraum», «Das Quartier weiterweben», «Alt und Neu spannen zusammen» und «Grosse Häuser, enge Gassen, weite Blicke».

Die Entwicklungsbilder geben Hinweise, welche Nutzungen (Wohnen, Arbeiten, Freizeit etc.) wo auf dem Areal ihren Ort finden, wie die Plätze, Parks, Wege und Strassen aussehen, welche Dimensionen die Gebäude haben und wie diese zu den Strassen und Aussenräumen stehen könnten.

Hier geht es zur Ideenbibliothek

Das Planungsteam erklärt, wie es die Modelle des Workshops 2 zusammengefasst hat.

Am Modell werden die Überlegungen deutlich gemacht.

An zwölf Tischen werden die Chancen und Herausforderungen intensiv diskutiert.

Immer wieder ist abzuwägen, welche Ideen weiterverfolgt werden sollen.

Die wichtigsten Punkte werden abschliessend im Plenum präsentiert.



Schärfen

140 Interessierte haben in Tischgruppen die Entwicklungsbilder diskutiert, die aus den Modellen des Workshops 2 zusammengefasst wurden. Und sie haben schriftlich festgehalten, wie diese Entwicklungsbilder noch deutlicher und aussagekräftiger werden: Was gilt es in der weiteren Bearbeitung zu beachten? Was ist zu klären, was zu ergänzen?

Die Entwicklungsbilder werden nun anhand dieser Hinweise vom Planungsteam geschärft und zu Entwicklungsvarianten zusammengeführt. Zwischenergebnisse folgen.



Kommentieren

Die Planer und Experten haben in der Zwischenzeit Varianten entwickelt. Die Teilnehmenden kommentieren diese und zeigen, was es in der weiteren Planung zu beachten gilt.

Veranstaltung ausgebucht.


Diskutieren

Die Planer und Experten haben auf Grundlage der Workshops 1 bis 4 einen Entwurf für ein städtebauliches Entwicklungskonzept Neugasse ausgearbeitet. Die Teilnehmenden diskutieren es und geben ihr Feedback dazu ab.

So sieht der Prozess aus

Die planerischen und baurechtlichen Grundlagen für die Neugasse Zürich werden in einem breit abgestützten Prozess erarbeitet. So werden die Hinweise und Ideen aus der Bevölkerung von den Städtebauteams aufgenommen und ausgearbeitet. Spezialisten der Stadt Zürich stellen sicher, dass dabei sämtliche formalen und technischen Anforderungen erfüllt werden. Und zur Qualitätssicherung begleiten zusätzlich Expertinnen und Experten verschiedener Disziplinen sowie Vertreter der Fachverbände den Prozess.

Projektleitung
Barbara Zeleny | SBB AG
Immobilien, Development
Vulkanplatz 11
Postfach
8048 Zürich