11. April 2019

SBB begrüsst Fortsetzung des Dialogs zum Areal Neugasse

Gestern, am 10. April 2019, beriet der Gemeinderat der Stadt Zürich die Stadtzürcher Volksinitiative «Eine Europaallee genügt – jetzt SBB-Areal Neugasse kaufen» und beauftragte den Stadtrat, eine Umsetzungsvorlage zu erarbeiten. Diese muss wiederum vom Gemeinderat verabschiedet werden. Bei einem allfälligen Referendum hätte das Stimmvolk das letzte Wort.

 

Vorgeschichte

In einem offenen Beteiligungsverfahren hatte die SBB im Jahr 2017 zusammen mit der Bevölkerung, Politik und Verwaltung diskutiert, wie das Areal Neugasse für die Zukunft gestaltet und genutzt werden soll. Die mit dem Stadtrat vereinbarten Rahmenbedingungen stiessen jedoch nicht auf uneingeschränkte Zustimmung.

 

Im März 2018 reichte ein Komitee die Stadtzürcher Volksinitiative «Eine Europaallee genügt – jetzt SBB-Areal Neugasse kaufen» ein. Am 12. Juli 2018 stellte die SBB gemeinsam mit dem Stadtrat ihr angepasstes Angebot vor: Entstehen sollen rund 375 Wohnungen, davon ein Drittel für gemeinnützigem Wohnungsbau (erstellt von Baugenossenschaften im Baurecht), ein Drittel für preislich limitiertes Wohnen und ein Drittel zur Marktmiete (beide durch die SBB gebaut). 10% der Arealfläche sollen für eine Schule und 15% für Kleingewerbe, Dienstleistungen und Kultur reserviert werden, wobei auch hier wiederum ein Drittel im Baurecht durch Genossenschaften erstellt werden soll.

 

Auf dem Weg zu einer Umsetzungsvorlage

Weil die Stadt Zürich keine Möglichkeit hat, das Areal ohne Einverständnis der SBB zu kaufen, soll ein Vorschlag ausgearbeitet werden, der die Initiative möglichst gut umsetzt und eine gemeinsame Umnutzung der Neugasse zusammen mit der SBB ermöglicht. Die SBB hat grosses Interesse an einer optimalen städtebaulichen Entwicklung und begrüsst, dass mit dem Entscheid des Gemeinderates der Dialog zur Entwicklung des Areals Neugasse wieder aufgenommen wird. Zusammen mit der Stadt will die SBB nach einer tragfähigen Lösung suchen. Für die SBB ist nach wie vor klar: Sie verpflichtet sich zu einem hohen Anteil gemeinnütziger und preislich limitierter Mieten und will einen Schulstandort, öffentliche Frei- und Grünräume sowie innovative Wohn- und Gewerbenutzungen ermöglichen.

 

Das Areal soll möglichst vielen zugutekommen

Wie diese Nutzungen im Detail aussehen, soll weiterhin zusammen mit der Bevölkerung entwickelt werden – sobald die Rahmenbedingungen ausgehandelt sind. Es ist nun am Stadtrat, im Auftrag des Gemeinderates diese Rahmenbedingungen im Sinne einer tragfähigen Lösung auszuarbeiten. Die SBB ist selbstverständlich gewillt, konstruktiv an Lösungsvorschlägen mitzuarbeiten, die möglichst vielen Menschen zugutekommen, politisch mehrheitsfähig sind und den Vorstellungen der SBB nicht völlig widersprechen.